Projekt Labrador Neo
Jeder Hund hat seine eigene Geschichte. Damit Neos Geschichte weitergehen kann, ist er auf jede Unterstützung angewiesen.
Neo.
(K)ein typischer Labrador.
Wir berichten über Neo nicht für Klicks, sondern weil er einer von vielen ist: Hunde, deren auffälliges Verhalten fast zur Endlösung führt.
Neo hatte ein gutes Zuhause. Im Unterschied zu vielen stand seine Familie zu ihm, räumte Fehler ein und kämpfte für ihn. Das hat sein Leben gerettet.
Viele Leidensgenossen werden zeitnah abgeschoben, mit der Aufgabe allein gelassen. Wenn kein Platz gefunden wird, droht Euthanasie. Auch in Deutschland werden Hunde eingeschläfert – nicht nur wegen Krankheit.
Unser Ziel.
Wir möchten niemanden an den Pranger stellen – weder Trainer:innen, Halter:innen noch andere Beteiligte. Das hilft betroffenen Hunden nicht.
Unser Ziel ist Aufklärung, Sensibilisierung und ein Anstoß zum Umdenken.
Hundehaltung bedeutet große Verantwortung. Trotz intensiver Aufklärungsarbeit von Fachleuten, Tierschutz und Behörden fehlt es in Deutschland weiterhin an gemeinsamer Verantwortung. Interessen, Geld und Geltungsdrang stehen dabei oft im Vordergrund.
Hunde wie Neo zahlen dafür im schlimmsten Fall mit ihrem Leben.
Neos neues Leben beginnt am 4.3.2026.
Die Vergangenheit lassen wir damit ruhen.
Unser Engagement für Aufklärung, Sensibilisierung und mehr Verantwortung in der Gesellschaft bleibt jedoch bestehen.
Auf seinem weiteren Weg begleiten wir Neo, suchen weiterhin ein passendes Zuhause und berichten hier regelmäßig über seine Fortschritte.
Updates zu Neo
10.03.2026
Seit dem 04.03.2026 lebt Labrador Neo auf seiner Pflegestelle bei Silke Brenner (Aktive Schnauzen) im Schwarzwald. In den ersten Tagen wurde seine Eingewöhnung von Trainerin Meike von den Sofawölfen St. Wendel begleitet.
Acht Jahre lang konnte Neo viele Situationen nach seinen eigenen Regeln lösen. Konflikte wurden häufig vermieden – ein Umgang, der bei Hunden mit Aggressionsverhalten die Probleme meist eher verstärkt als verbessert.
Die ersten Tage verlaufen dennoch relativ gut. Maulkorb, Hausleine und konsequentes Management gehören aktuell noch zum Alltag. Gleichzeitig zeigt Neo nicht nur seine impulsive Seite, sondern auch viele ruhige und sensible Momente. Silke lernt ihn ab sofort Schritt für Schritt besser kennen.
Wir hoffen, dass Neo mit der Zeit die Chance auf ein passendes Für-immer-Zuhause bekommt. Seine Pflegestelle soll eigentlich nur eine Zwischenstation sein. Wenn ihr euch vorstellen könnt, Neo ein Zuhause zu schenken, meldet euch gerne bei uns oder direkt bei Silke Brenner.
Mai 2026
Acht Jahre sind eine lange Zeit. Leben Mensch und Hund so lange zusammen, entstehen feste Muster – besonders dann, wenn der Hund gelernt hat, Konflikte mit den Zähnen zu lösen. Während sich beide weiterentwickeln, verfestigen sich diese Verhaltensweisen oft: Der Hund wird selbstsicherer, der Mensch weicht immer häufiger aus und versucht, Konflikte zu vermeiden.
Genau damit kämpft Silke derzeit. Nach acht Jahren gefestigter Erfahrungen und Verhaltensmuster fällt es Neo nicht leicht, auch mal nachzugeben und sich auf seine neue Bezugsperson einzulassen. Umso mehr hoffen wir, dass er nach und nach loslassen kann, zur Ruhe findet und lernt, Situationen nicht mehr mit Angriffen zu lösen.